Das Metropolkino

Filmkunst in einer Welt voller Kommerz und Profit

Von Malika Fachrou 

Das Metropolkino, Brunnenstraße 20 in Düsseldorf, ist mit seinen 74 Jahren das älteste Kino in Düsseldorf und gehört mit dem Bambi und dem Atelier zu den Filmkunstkinos. Obwohl Studentinnen und Studenten mehr als willkommen im Metropol sind, ist das Kino unter den Studierenden nur ein Geheimtipp, in den nur eine kleine Gruppe eingeweiht ist. Dies soll künftig geändert werden. Im Gegensatz zu den „großen“ Kinos wie das „UCY“ und der „UFA Palast“ ist das Metropol preislich studentenfreundlich – und wir alle wissen, dass wir Studierende nicht gerade mit einer Limousine durch die Gegend fahren und 50-Euroscheine aus dem Fenster schmeißen können. Zu den Angeboten des Kinos zählen beispielsweise die „Gildekarte“. Diese Karte ist zu einem Preis von zehn Euro erhältlich und gibt dem Käufer eine Ermäßigung von zwei Euro auf jeden folgenden Film, den er im Kino sehen möchte. Was die Gildekarte so besonders macht: sie ist deutschlandweit in allen Filmkunstkinos einlösbar und für Studierende schon für sechs Euro erhältlich.

Ein anderes, auf Studentinnen und Studenten zurechtgeschnittenes Angebot, ist das „StudiKino: 2For1“. So können Studierende einmal im Monat in allen Filmkunstkinos Düsseldorfs zum Preis von einem zu zweit in eine Kinovorstellung.

Kino mal ganz anders:

Während in größeren Kinos der Besucher in der Menge untergeht und anonymisiert das Kino betritt und verlässt, ist im Metropol die soziale Komponente des Kinobesuchs an oberster Stelle. Bei Erstaufführungen ist der Regisseur persönlich oder ein Schauspieler in den Reihen der Besucher und nach der Aufführung für offene Fragen aus dem Publikum zugänglich. Auch der Inhaber ist gerne mal nach einer Kinovorstellung präsent, um für Besucherinnen und Besucher für Rückfragen und einem netten Feedback zur Stelle zu sein.

„In einer Gesellschaft, die nur noch auf Konsum und Profit aus ist, ist es nicht leicht, noch an seinen Idealen festzuhalten“, so Nico Elze, Theaterleiter des Metropol. Herr Elze ist seit 2006 in Düsseldorf, hat 2007 im Bambi als Filmvorführer gearbeitet und ist seit 2011 Theaterleiter in Düsseldorf. Zufrieden ist er allemal in der Branche im Allgemeinen und im Metropol im Speziellen.

Gerne fordert das Metropol Kleinproduktionen und Neukünstler, die bei den großen Kinos keinerlei Chancen haben. Bei den Kosten von acht Euro pro Kinovorstellung sind die Preise sehr human gehalten, was jedoch dem Kino nicht immer leicht gefallen ist.

Wir werden Euch weiterhin mit dem Kinoprogramm der Düsseldorfer Filmkunstkinos auf dem Laufenden halten, denn unserer Meinung nach ist deren Konzept erhaltenswert. Im Vergleich zu großen, kommerziellen Kinos wird die soziale Komponente sehr groß geschrieben, während Profit nur eine nebensächliche Rolle spielt.