Besetzung des Hochschulpolitik-Referats: eine kurze Einführung

Von Malika Fachrou

Das Hochschulpolitik – Referat kümmert sich ganz dem Namen nach um Hochschulpolitik. Für viele mag der Ausdruck recht schwammig klingen. Kaum jemand kann sich konkret unter dem breiten Aufgabenfeld der neuen Referentin etwas vorstellen. Um uns einen kurzen Überblick über ihr Arbeitsspektrum zu geben, erläutert die neue Referentin für Bildung- und Tarifpolitik Liesa Harzer (26) zukünftige Projekte.

Der Start der neuen Referentin war ein wenig holprig. Auf der SP-Sitzung am 06. November wurde Liesa allgemein zwar von den anwesenden Parlamentariern bestätigt. Doch sowohl ihr privater als auch politischer Hintergrund ließen böse Zungen im Hintergrund nicht schweigen. Politisch gehört sie zu den Kitty Hooligans und ist darüber hinaus auch die Freundin des derzeitigen AStA-Vorstandsmitglieds Andreas. „Dass mein Freund das Amt des Vorstandsmitglieds besetzt, stand für mich nicht im Widerspruch dazu, eine Tätigkeit auszuüben, für die ich mich interessiere.“ Ferner erklärt Liesa, dass zum Wahlprogramm der Kitty’s unter Anderem die Einrichtung der neuen Noten der Hochschulreferate gehörte. „Für wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt es die GEW, die sich für sie einsetzt, doch studentische Hilfskräfte haben keinerlei Anlaufstelle.“ Prekär sei die Lage der SHK-Stellen, da die Verträge relativ kurz sind und auch bezüglich Urlaub keine Instanz zur Regulierung besteht. Auch ist ein wichtiger Problemfaktor das Verhältnis zum Arbeitgeber: dieser ist nämlich meist der eigene Dozent. „Ich habe selbst als SHK gearbeitet und strebe eine akademische Laufbahn an. In meiner Zeit als SHK hat mir eine Anlaufstelle gefehlt und ich kann aus eigenen Erfahrungen die Situation studentischer Hilfskräfte beurteilen.“

Viel Arbeit für Nichts
Kurze Tarifverträge, Unterbezahlung, hoher Zeitdruck. Alles Themen, die unter den Tisch gekehrt wurden und die niemand angesprochen hat. Doch dem möchte sich Liesa in ihrer Zeit als Referentin widmen. Um eine Besserung der derzeitigen Lage zu schaffen, hat sie schon erste Schritte eingeleitet. Die Uni Bochum hat vor kurzem die „Tarifinitiative NRW“ ins Leben gerufen, mit der sie sich bereits auseinander gesetzt hat. Auch hat sie die GEW kontaktiert, welche angab, zukünftig nicht nur Ansprechpartner für wissenschaftliche Hilfskräfte zu sein, sondern sich auch den studentischen Hilfskräften anzunehmen.
„Gerne würde ich für studentische Hilfskräfte eine Community ins Leben rufen, sodass ein Austausch gegenseitiger Erfahrungen möglich ist und eine Vernetzung untereinander entsteht.“