Die Kinder von Jean-Luc Godard

von Gordon Worthmann

Das Filmfest Düsseldorf wird immer internationaler und arbeitet dieses Jahr sogar mit einem französischen Kurzfilmwettbewerb zusammen. Dabei steht vor allem die Uni wieder im Mittelpunkt junger Regisseure.

Vom 19. bis zum 21. November heißt es wieder „Film ab“ auf dem Campus. An zwei Tagen gibt es ausgewählte Kurzfilme von jungen Filmemachern in den Hörsälen der HHU zu sehen. Der große Finalabend, an dem der Jury- und der Publikumspreis für die besten Filme vergeben werden, findet am Freitag im Filmmuseum in der City statt. Die Veranstaltungstage beginnen dabei alle um 17 Uhr. Die cineastische Veranstaltung startete bereits 2003 als kleines studentisches Projekt und hat sich über die Jahre hinweg zu einem der bekanntesten Kurzfilmwettbewerbe in NRW entwickelt. Im vergangenen Jahr kamen rund 1800 Besucher zum Festival, das komplett von den Studierenden der Medien- und Kulturwissenschaft organisiert wird. Dieses Jahr soll der Rekord nochmals getoppt werden. Die Zuschauer erwartet ein vielfältiges Programm, das für jeden Geschmack etwas zu bieten hat. Neben Dokumentar-Filmen und Dramen werden auch Komödien von talentierten Regisseuren gezeigt.

Ein besonderer Leckerbissen ist dieses Jahr die neue Kooperation mit dem französischen Festival International du Court-Métrage étudiant de Cergy-Pontoise. Erstmalig werden in diesem Jahr die drei Gewinnerfilme des Wettbewerbs, der jährlich in Pontoise (rund 30km von Paris entfernt) stattfindet, in Düsseldorf präsentiert. Im Gegenzug erhalten die Regisseure, die beim deutschen Filmfest gewinnen, die Möglichkeit, ihre Filme nächstes Jahr in Frankreich vorzuführen.

Estella Eckert, Studentin der Medien- und Kulturwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität, hat im Internet gezielt recherchiert. „Ich war auf der Suche nach Kurzfilmfesten in Frankreich, die studentisch organisiert sind und die gleichen Ziele verfolgen wie wir, nämlich die Nachwuchsförderung von jungen Filmemachern“, erklärt die Studentin. Das französische Filmfestival findet bereits seit 1991 immer jährlich in Pontoise statt und wird von Studierenden der École Nationale Supérieure de l’Électronique et de ses applications geplant. Genau wie das Düsseldorfer Filmfest hat es sich der französische Wettbewerb zum Ziel gemacht, Nachwuchsregisseure zu fördern und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Filme einem breiten Publikum und einer Fachjury zu präsentieren. Das Filmfest Düsseldorf freut sich auf die internationale Zusammenarbeit, die zunächst vertraglich für einen Zeitraum von einem Jahr festgelegt ist. Es ist jedoch geplant, noch länger zusammen zu arbeiten. „Ich bin sehr glücklich über diese Kooperation, da ich davon überzeugt bin, dass sie für unser Programm und unsere Zuschauer ein großer Gewinn ist“, meint Estella Eckert, die die Kooperation betreut und im nächsten Jahr zum Wettbewerb nach Pontoise reisen möchte.