Willkommen 2015!

Abschied nehmen von meiner nicht vorhandenen Motivation

von Malika Fachrou

„Hab eine To – Do Liste von 2014 gefunden, die ich 2013 verfasst habe, zu der ich die Idee 2012 hatte und mein Vorsatz für 2015: die Liste 2016 umzusetzen.“

Das neue Jahr steht schon quengelnd vor der Tür und wartet nur darauf, herein gelassen zu werden. Doch bevor wir den Gast 2015 begrüßen können, müssen wir doch als gute Gastgeber gebührlich vom Jahre 2014 Abschied nehmen. Es war ein Jahr voller Klausurstress, Hausarbeiten, Essays, Prüfungen und allen anderen studentischen Tätigkeiten, die wir hätten machen sollen, aber nicht erledigt haben. Doch kann man es uns wirklich so übel nehmen? Sind Studenten solch faule Geschöpfe?

Bevor man sich als Außenstehender ein Urteil bildet, sollte man bedenken: Der mentale Druck, unter dem wir Studenten leiden, ist immens, wenn wir bloß an die Arbeit denken, die „wir hätten erledigen müssen“, und bringt uns an den Rand eines Nervenzusammenbruchs. Man stelle sich vor, wenn wir dann tatsächlich arbeiten würden, könnte dieses Arbeitspensum unser Leben so gefährden, dass wir einen Herzinfakt erleiden. Und wer möchte schon, dass Studenten gegen ihre Dozenten Anzeige wegen fahrlässiger Tötung erheben?

Also lasst uns gemeinsam anstoßen, auf ein weiteres Jahr mit…

….ehrlichen Evaluationen, die wir mit geschlossenen Augen beantworten, in der Hoffnung, endlich gehen zu können.

… engen Beziehungen zu unseren Dozenten, die nicht mal wissen, dass wir ihren Kurs besuchen.

… produktiven Semesterferien, in denen wir hoffen, bis zum Unibeginn nicht das Schreiben verlernt zu haben.

Nach dieser Dankesrede kann sich der alte Gast 2014 geschmeichelt zum Gehen erheben und mit uns 2015 begrüßen. Euer Campus Delicti Team wünscht Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr, und zumindest genug Motivation, um nach Ferienende die Uni wenigstens zur Prüfungsanmeldung zu besuchen!