HHU Start-Up: Telepano

Von Alina Konietzka

Träumst Du davon, Dein eigenes Unternehmen zu gründen aber fragst Dich, wie das klappen soll neben Studium und Leben? HHU-Student Noel Schäfer hat gerade erst ein BWL-Studium begonnen, doch führt bereits mit einem Kollegen zusammen sein eigenes Start-Up. Wir sprachen mit dem Jungunternehmer über sich und sein Start-Up Telepano.

telepano

Telepano Gründer Noel Schäfer

CD: Noel, du bist 20 Jahre jung, hast im Wintersemester ein BWL-Studium an der HHU begonnen und führst bereits dein eigenes Unternehmen. Funktioniert das so nebeneinander?

Noel: Also momentan klappt das noch ganz gut. Ich und mein Kollege Martin Pietrowski nutzen eben so viel der Zeit, wie wir neben dem Studium haben, für das Organisieren, Optimieren und Bearbeiten unserer Aufträge und firmeninternen Prozesse.

CD: Bleibt überhaupt Zeit für Freizeit zwischen Uni und dem Führen eines Start-Ups?

Noel: Zeit bleibt da schon, das bekommen wir ganz gut hin. Zumindest haben sich meine Freundin und Familie noch nicht über zu wenig Zeit meinerseits beklagt. Schließlich habe ich mir den Stundenplan dann doch so gut gelegt, dass ich zum Beispiel montags und mittwochs quasi frei und freitags erst spät Uni habe.

CD: Wolltest du schon immer BWL studieren?

Noel: Ursprünglich wollte ich nach dem Abitur in Richtung Marketing gehen. Dazu hatte ich auch einen Ausbildungsvertrag in Düsseldorf bekommen, dann aber abgelehnt, da ich mir dachte, dass ein Studium vielleicht doch wertvoller ist. Mein Ziel ist es, innerbetriebliche und wirtschaftliche Zusammenhänge besser verstehen und verbessern zu können.

CD: Worum geht es bei eurem Unternehmen Telepano?

Noel: Unser Startup beschäftigt sich, ähnlich wie Google Streetview, mit der Erstellung virtueller Rundgänge. Wir legen jedoch das Hauptaugenmerk auf Firmenkunden, die beispielsweise Ihre Büros, Immobilien, Geschäftsräume etc. pp. im Internet präsentieren wollen.

CD: Wie kamt ihr auf die Idee zu Telepano?

Noel: Die Idee entstand durch die Unzufriedenheit bei unserem alten Arbeitgeber, wo ich und mein Kollege einen Mini-Job ausgeübt haben, und entwickelte sich mit der Zeit zu einer echten Geschäftsidee. Im Allgemeinen missfiel uns die Herangehensweise an die Produktion von 360-Grad-Panoramen, sodass wir mit der Zeit unser ganz eigenes Konzept erstellt haben.

CD: Wie lief die Umsetzung von der Idee bis zur Gründung?

Noel: Bei der Gründung ist viel Input von Dritten nötig, da man alleine oder zu zweit schnell mal den Überblick verlieren kann. Wir haben mit vielen Leuten über unser Vorhaben gesprochen, um so mögliche Probleme schon vorab aus dem Weg zu räumen. Als der Business Plan dann fertig und das Kapital besorgt war, ging es in die Gründungsphase – sprich Ämter- und Behördengänge, Ausrüstungskauf und so weiter. Seit Oktober 2014 sind wir nun offiziell eine GbR und haben uns bis Ende Dezember mit der Optimierung interner Prozesse beschäftigt. Das erste Quartal 2015 nutzen wir jetzt für die Akquirierung neuer Kunden und Geschäftskontakte.

CD: Seid ihr auf Probleme während des Gründungsprozesses gestoßen und wenn ja, wo habt ihr euch Hilfe geholt?

Noel: Also da gab es mehrere Probleme, zum Beispiel die Entwicklung eines Rentabilitätsplans und das Marketing. Hilfe haben wir uns nur online immer mal wieder zu spezielleren Themen eingeholt, sowas wie Beispiel-Business-Pläne. Unter anderem suchten wir über das BMWi oder ähnliche Portale. Ansonsten hatten wir aus eigenem Interesse schon viel Vorwissen. Auch, weil wir in der Oberstufe schon einmal mit anderen Schülern eine Schülerfirma gegründet haben.

CD: Was wäre dein Rat an Leute, die mit dem Gedanken spielen, ein Start-Up zu gründen?

Noel: Mein Rat an angehende Jungunternehmer ist, dass man einfach das machen soll, was einem Spaß macht. Die Sorgen der Eltern wie „Mach etwas Anständiges“ können insbesondere innerhalb der Planungsphase ganz schön ablenkend sein. Aber solange man an sich selbst, sein Team und die Idee glaubt, kann eigentlich nichts schiefgehen. Planung ist das A und O und sollte nicht unterschätzt werden. Also nehmt euch genügend Zeit, denn eine Firma gründet man nicht mal eben.

CD: Vielen Dank für das Gespräch, Noel, und ganz viel Erfolg mit Telepano!