SP-Wahlen 2015: Dabei sein ist alles?

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Seit Beginn dieser Woche ist es möglich, endlich die Hochschulpolitik selbst zu bestimmen. Alle Studis sind aufgefordert, ihre Stimmen abzugeben, aber die Stimmung lässt darauf schließen, dass die SP-Wahlen die einzige Abstimmung ist, wo es womöglich mehr Kandidaten als überhaupt Wähler gibt. Zum Glück gibt es einige interessante Veranstaltungen und exaltierte Wahlempfehlungen, die wir euch nicht vorenthalten wollen.

Das Schlimmste gleich vorweg: Wen würde die Campus Delicti als Wahlempfehlung herausgeben? Ganz klar, das Hochschulradio! Denn das Medium war der eigentliche Sieger aus der SP-Debatte, die vom örtlichen Sender live übertragen wurde. Das Radio lud von jeder Liste einen Vertreter ein, die sich dann live an der Uni vorm Mikrofon gegenseitig in einer Redeschlacht bekriegen durften. Es ist vielleicht der einzige Krieg, bei dem es ausnahmsweise mal nicht nur Verlierer gibt, sondern auch tatsächlich einen Gewinner – der Wähler! Und es bleibt nur zu hoffen, dass eine Sendung von diesem Format auch bei der nächsten Wahl wieder am Start sein wird. Zu verdanken ist dies vor allem dem Moderator und Initiator Maximilian Rieger. Er ließ sich während der Debatte trotz einiger provokanter Zwischenrufe a la „Propagandageschwätz“ oder „Lüge!“ aus den Reihen des Publikums nicht aus der Reserve locken und orchestrierte durch die Veranstaltung mit klaren Fragen und gezieltem Nachhaken, ab und zu gewürzt mit trockenem Humor. Schade nur, dass das Hochschulradio selbst nicht als Liste wählbar ist, aber mit dieser Veranstaltung hat es zumindest mehr für die Hochschulpolitik bewirkt als die gratis Kekse, Wasserpistolen und Seifenblasen, die man nun auf dem Campus zur Wahlwoche serviert bekommt.

Dies muss betont werden, denn augenscheinlich zogen nur wenige das Ticket zur Radio-Veranstaltung, welches die Hochschulpolitik mit medialer Unterhaltung verquickte. Circa unglaubliche 25 Zuschauer fanden sich im Hörsaal zur Live-Debatte ein, davon entstammten zumindest eine kleine Mehrheit nicht den politischen Listen. Dazu muss aber auch gesagt werden, dass unter diesen Proporzgästen sowohl die Campus Delicti selbst mit zwei Redakteuren anwesend war, wie auch zwei Kollegen des Hochschulradios, die im Publikum Platz genommen hatten. Vielleicht lag es auch daran, dass zur gleichen Zeit das Campuskino eine Doppelvorführung hatte und im SP-Saal gerade eine Party der Sozialwissenschaftler in die nächste Runde ging. Man darf nur hoffen, dass der Löwenanteil der Exilanten der Debatte über UKW-Radios oder via Livestream lauschte. Wer nichts dergleichen tat, der klicke eiligst auf diesen Link, um die Diskussion nochmal nachzuhören: http://hochschulradio.de/politur-vor-ort-campus-debatte-2015/

Aber da das wählende Volk zuweilen mentale Schutzmauern um sich baut, wie die Holländer Deiche, ist es eigentlich gleich, ob man in diesem Artikel schmökert oder der Diskussion lauscht. Wichtig ist vor allem wählen zu gehen! Zumindest sollte jeder in der Lage sein, wenigstens eine ungültige Stimme abzugeben, um seine Unzufriedenheit zu demonstrieren, aber blankes Ignorieren wird der Arbeit der meisten SP- und AStA-Mitglieder nicht gerecht. Für Unentschlossene gibt es hier einen kurzen Rückblick über die Performance und Argumente der Debattenteilnehmer und einen aktiven Einblick über die Wahlstände der kandidierenden Listen im Anhang in Form von Steckbriefen.

In der SP-Debatte gaben sich die Ehre:

– Fabian Schröer von RCDS (über die Live-Debatte: „Einige Hörer haben sicher nur eingeschaltet, weil sie auf ein bisschen Action gehofft hatten…“)
– Gary Strauß von der Fachschaftenliste („Wir sind die einzige unabhängige Liste, die auch keine Ideale verfolgt…äh, ich meine keine Ideologien verfolgt…“)
– Michael Zanke von der LHG (zum Thema Nahverkehr: „Also, das läuft so ab…man verlegt Gleise auf dieser Straße und da fahren Straßenbahnen drüber und halten dann an der Uni-Mitte. So einfach ist das!“)
– Luca Alhert von den Linken SDS (Auf die Frage welche mögliche Koalition man nicht eingehen würde: „Ach, es gab da ja mal die Idee von einer AfD-Hochschulgruppe…“)
– Katharina Sternke-Hoffmann von den Kitty Hooligans (zum Thema Essen auf dem Campus: „Zunächst einmal finde ich es ein bisschen schade, dass die meisten meiner Mitstreitenden hier irgendwie scheinbar nur die männliche Studierendenschaft weiter verköstigen möchten…“)
– Michael Swoboda von den Jusos („Wir wollen einen AStA ohne Gefühlsausbrüche!“)
– Kai Inboden von Campus:Grün („Man wählt sich ja nicht ins Studierendenparlament, um sich das auf den Lebenslauf zu schreiben…“)
– sowie ein Eimer und ein Besen von ‚Die Liste‘. Offenbar schaffte die Partei es nicht, einen lebenden Sprecher zur Debatte zu entsenden (siehe Bild). Ihr Teilnehmer punktete freilich nicht mit sonderlich adäquaten Statements, machte optisch aber vielleicht die beste Figur. Wer also nur auf Äußerlichkeiten achtet und einen Putzfimmel hat, dem kann Die Liste wärmstens ans Herz gelegt werden. Eimer und Besen

Zurück zu den menschlichen Teilnehmern der Runde, die hier nicht auf ihr persönliches Profil reduziert werden sollen, da sie stellvertretend für ihre Liste vor Ort waren und auch so betitelt werden sollen. Natürlich kann hier nur ein kurzer Überblick gewährt werden, wer Details möchte oder sich wutschäumend aufregt, weil seine Lieblingsstelle nicht Erwähnung im Text fand, sollte die komplette Debatte auf eigene Faust nachhören. Als Themen standen das Essen auf dem Campus, die Raumproblematik des Schwulen- u. LesBi-Referates, die Anbindung der Uni an den öffentlichen Nahverkehr sowie Personalpolitik im AStA und einige kleinere Aspekte wie z.B. die Dienstleistung und Vergütung studentischer Hilfskräfte auf der Agenda. Fragen aus dem Publikum waren nicht gestattet, wohl aber konnte man vorher dem Hochschulradio welche im Voraus zuschicken. Dies erwies sich als Glücksgriff und sorgte für einen geordneten Ablauf der Sendung. Denn wer nur einmal bei einer Veranstaltung oder Debatte aus der Hochschulpolitik anwesend war, der weiß, dass Fragen oft als versteckte Vehikel für eigene Statements genutzt wurden oder die teilnehmenden Sprecher passiv diskreditieren sollen. Dies war auch die offizielle Argumentation von Seiten des Senders. Freilich war dies der Grund, der auch Fabian Schröer zu seinem oben genannten Zitat verleitete.

In Sachen Fressen und Gefressen werden war er es auch stellvertretend für den RCDS, der private Anbieter auf dem Campus integrieren wollte, welche womöglich das mangelnde Essensangebot am Wochenende beseitigen könnten, was von der LHG goutiert und unterstützt wurde. Dem widersprachen jedoch vor allem die Vertreter der Linken und der Jusos, da die Universität ein Ort der Bildung und Forschung – und nicht des Kommerz‘ sei. Zudem sei der Campus schon genug von Privatanbietern unterschiedlichster Dienstleistungen überlaufen. Kai Inboden vom AStA-Vorstand bescheinigte den Zuhörern, dass die Mensa nur etwa 2% an Nahrungsmitteln wegwerfe und man das Angebot am Wochenende deshalb nicht weiter ausbaue, weil es schlicht keine notwendige Nachfrage gebe. Der Sprecher von Campus:Grün war es dann schließlich auch, der das Thema mehr auf die Erweiterung der veganen Küche lenkte, handelt es sich doch dabei um das Steckenpferd jener Liste. So sei es bedenklich, dass man für Fleisch vor Ort zuweilen weniger zahle als für einen Salat und man sich lieber nur an gutgelaunten Tagen ausmale, warum die Bratwurst derart günstig angeboten werden könne. Aber auch die anderen Parteien stimmten rasch mit ein, würde doch jeder, der Fleisch isst, auch Gemüse zu sich nehmen – umgekehrt treffe dies nicht immer zu. Veganes Essen stehe demnach in keinem Kontrast mit religiösen oder persönlichen Essenseinstellungen. Die Kitty Hooligans brachten hier vielleicht den besten Vorschlag auf den Weg, der aber nur rudimentär von der Runde weiter vertieft wurde: Die Erweiterung des veganen Brunches zur Einrichtung eines veganen Cafés, welches von Studierenden selbst betrieben werden sollte. Dies könnte sowohl Pflanzenfresser eine neue Alternative bieten, als auch einen neuen Anbieter auf dem Campus ins Spiel bringen, der nicht rein auf kommerzielle Gewinnmaximierung setzt. Bei diesem Vorstoß ging es am Ende etwas zahnlos zu, aber wer will auch schon den anderen beißen? Denn überhaupt fanden sich in der Debatte weniger Vorlagen für ausufernden Streit als erwartet. In einigen Bereichen herrschte gar reger Konsens, wie z.B bei der Raumproblematik um das Schwulen u. LesBi-Referat, welche quer von allen Listen gerettet werden sollen. Na bitte, geht doch.

Etwas vierschrötig ging es dann aber doch im Bereich der Verkehrsanbindung zu. Hier kamen die Anwesenden natürlich schnell auf das neue kontroverse Semesterticket zu sprechen. Schließlich hier wird es die Aufgabe des neuen AStA sein, für das teurere Ticket im Gegenzug entsprechende Konditionen für die Studierendenschaft herauszuschlagen. Zumindest könnte man das annehmen. Denn vor allem die Miezen – aber z.T. auch Campus:Grün – wollten betonen, dass bereits im vergangenen AStA-Vorstand die Kitty-Mitglieder Andreas Niegl und Anna Tenti dem VRR Zugeständnisse abringen konnten. Die Fachschaftenliste konnte in dieser Angelegenheit vermitteln, wonach die Verhandlungen mit der Rheinbahn ein Thema des letzten Jahres waren, aber man auf der Hut sein müsste, da man nicht weiß, wann der VRR das nächste Mal einen Vertrag aufkündigt. Zwischen diesem bräsigen Hin und Her waren es schließlich die Jusos, die mit einem Fahrradverleih auch Alternativen anboten, die sogar (und das wurde gar nicht erwähnt) umweltfreundlich sind. Dagegen schworen alle Anwesenden sich darauf ein, das Nachtfahrangebot und die Taktung zu erweitern – auch wenn es hier in der Umsetzungen wieder zischende Zungen gab. Vor allem zwischen der LHG und den Kittys kam es zu kontroversen Auseinandersetzungen. Dies wurde dann auch deutlich, als die Miezen eine mögliche Koalition mit den Liberalen kategorisch ausschlossen, wie auch mit den Jusos und dem RCDS. Da erschien es zu einem viel späteren Zeitpunkt der Diskussion auf den ersten Blick etwas widersprüchlich, als die vertretenden Kitten behaupteten, ihre Liste sei parteiungebunden. Wahrscheinlich war eher gemeint, dass die Kitty Hooligans einfach keine Partei als Vorbild haben, aber in diesem Zusammenhang konnte es auch so verstanden werden, dass die Kitten sich als neutral deklarierten, obwohl sie gewisse Koalitionen zuvor noch ausgeschlossen hatten. Hintergrund für dieses kleine Missverständnis war eine zuvor abgegebene Erklärung der Fachschaftsliste, die sich als einzig ideologiefreie und neutrale Partei bezeichnete. Zusammen mit dem RCDS plädierten sie besonders stark für eine Entpolitisierung der Hochschulpolitik ohne ideologisches Geklüngel, wo es mehr Lösungen auf pragmatischer Basis geben sollte.

Ein wenig persönlich wurde die Debatte zum Thema Personalpolitik im AStA. Immerhin traten in der vergangenen Legislaturperiode neben dem SP-Präsidium auch drei der vier AStA-Mitglieder zurück. Es ist bis heute eine undankbare Aufgabe, kommt man doch kaum dazu, sich seinem Studium zu widmen und steht wie der Hahn auf dem Dach, wo der Wind einem von allen Seiten entgegenweht. Entsprechend spärlich sind die ausgefransten Filzhüte, die in den Ring um die Kandidatur des AStA-Vorstands geworfen wurden. So möchte einer der amtierenden AStA-Vorstände, Kai Inboden von Campus:Grün, nicht erneut für das Amt kandidieren. Nach eigener Aussage haben die Grünen durch erfolgreiche Veranstaltungen in der Vergangenheit einen großen Zustrom an Mitgliedern erhalten und befinden sich gerade im Aufbau. Tatsächlich nimmt die Liste sich ihr Profil sehr zu Herzen, ist es doch die einzige, welche keine Wahlplakate an der Uni aufhängt. Ironie? Nein, diesmal nicht. Denn Campus:Grün verzichtet bewusst auf eine wilde Plakatierung, da dies nach der Wahlwoche zu einem überhöhten Müllaufkommen und indirekt damit zu einer Schädigung für die Umwelt führt – ganz abgesehen vom enormen Papierverbrauch. Aber zurück zum Thema: Niemand, der das Zepter im AStA ergreifen will? Einer von den wenigen, die dies aber sehr gerne tun würden, saß gar nicht mit am Tisch, gehört nicht mal einer Liste an. Es soll bescheinigt werden, dass Raimund Haas aus dem amtierenden AStA-Vorstand und einziges Mitglied, das die komplette Legislaturperiode komplett am Stück durchgezogen hat wie Mark Twain einst seine selbstgedrehten Riesenzigarren, sich nun wieder für den Vorstand bewirbt. Selbstverständlich warben auch die Anwesenden mit Kandidaturen um den Vorstand aus ihren Listen. Die Jusos, welche häufig als stärkste Liste aus den Wahlen hervorgegangen waren, konnten bei der Frage mit faradischer Sondierung punkten, verzichteten sie letztes Jahr doch abermals als stärkste Liste bewusst auf den AStA-Vorsitz. Auf die Frage, ob sie dies aus strategischen Erwägungen wieder tun würden und wenn nein, wer den Kampf ums Amt dann schließlich aufnehmen solle, konnte die Liste umsichtig antworten. So gebe man natürlich nicht den AStA auf, aber die Jusos wollen vorher keine Namen der Kandidaten nennen, damit die Entscheidung sich nicht in eine Personaldebatte verläuft, wie dies in der Vergangenheit nach den Aussagen geschehen sei. Anders ausgedrückt: Koalitionen sollen zwischen den Listen und ihren Werten, und nicht über der Nase der einzelnen Mitglieder entschieden werden. Natürlich führte diese Aussage zu einer kleinen Kontroverse, aber die Rangeleien um die AStA-Politik waren auch gleichzeitig der mit Abstand längste Abschnitt der Diskussion, die man sich lieber übers Radio am Stück zu Gemüte führen sollte. Allerdings sollte hier abschließend ein Vorschlag der LHG nicht ungenannt bleiben. Diese forderte nämlich gerade alle Studis dazu auf, sich für das Amt das AStA-Vorstands anzuschicken. Unter dem Motto „Unser Kandidat für den AStA – das bist DU!“ können alle eingeschriebenen Studierenden sich unter der Emailadresse www.dufuerdenasta@gmail.com um das Amt des Vorstandes bewerben. Dies ist womöglich die beste Form, um die Studis zumindest wieder ein bisschen für die Hochschulpolitik zu begeistern und auch gleichzeitig aufzufordern, nicht alles nur von oben zu schlucken, sondern auch aktiv mitzugestalten. Ein schönes Stück direkte Demokratie, wenn man so will. Diese lobenswerte Initiative wurde jedoch vom Moderator hinterfragt, da die LHG kaum genügend Sitze im SP erhalten würde, um einen Kandidaten über dieses Verfahren aufstellen zu können. Die LHG entgegnete darauf, dass sie offen für Kompromisse und Koalitionen mit allen anderen Listen sei – auch für den Besen und den Eimer von der Liste? Naja, andere Frage: Zu welcher Liste wurde in Bezug auf die Debatte noch nichts geschrieben? Die Linke SDS!

Allgemein hatte man anfangs durch ihren Vertreter ein wenig das Gefühl, dass die Liste etwas blass und zurückhaltend auftrete – in vielen Themen konnten sie keine Aussagen tätigen. Fairerweise muss man aber auch ausführen, dass die Linken bisher nicht im SP vertreten waren und sich daher auf keine Zahlen berufen können, sondern nur jene Mythen erhalten haben, die von Internen an sie nach außen getragen wurde. Aber je mehr man den Sozialisten zuhörte, umso mehr bemerkte man die differenzierte Herangehensweise an die Themen, welche den Ausdruck der Besonnenheit beherrschten. Dies roch ungewohnt nach Biedermeier für eine Liste, die in der Tradition sozialistisch-kommunstischer Parteien steht und mehr das Feuer der Revolution auflodern lässt. Aber das Vorgehen weckte auch Sympathien, denn lieber Mut zur Lücke und auch mal zugeben, dass man in einem Thema gerade nicht bewandert ist und sich erst einlesen muss als irgendwelche Aufschneider, die einem versprechen, die Lösung schon irgendwie fest angewurzelt aus dem Himmel pflücken und auf dem Silbertablett servieren zu können. Erst gegen Ende kamen die SDS etwas aus sich heraus, negierte sie doch ein Bündnis mit den Jusos, die sie nicht als linksgerichtete Liste sah. Da hätte nur noch der angestaubte Schlachtruf erklingen müssen: „Wer hat uns verraten…?“ Naja, jeder kennt die Antwort sicher. Immerhin feiert diese Fehde unter den Roten in drei Jahren bereits ihr hundertjähriges Jubiläum.

Zum Abschluss durften die Listenvertreter dann noch in einer Minute eine geballte Salve ihrer Inhalte an das darbende Wählervolk abfeuern. Und da Prosa der kleine Bruder des Teufels ist, werden die kurzen Reden in zackigen Schlagwörtern und Stichpunkten zusammengefasst. Für den Inhalt sind natürlich ausschließlich die Listen verantwortlich:

RCDS: Kompetente Vertreter wollen Verantwortung übernehmen, daher Kreuz gewissenhaft setzen – Klausurenfrei an Karneval – Mehr Fahrradständer – Mehr Sicherheit auf dem Campus

Fachschaftenliste: Unabhängige Liste ohne Ideologien – HoPo für mehr Studi-Veranstaltungen – Campuskultur fördern – Fachschaften stärken

LHG: Einer der normalen Studis soll in den AStA entsandt werden – Mehrwert für Studis beim Essen und bessere Verkehrsanbindung

Linke SDS: Sozialistisch agieren – Unabhängige Lehre – keine Tierversuche – Wohnraum für alle – Masterrecht – neue Willkommenskultur – Solidarität, aber auch Kritik

Kittys Hooligans: Alle Studis sollen sich am Campus wohlfühlen – Awareness-Teams auf Partys – Studentisches Café – Antifa-Referat und Gender-Referat – Stärkung autonomer Referate

Die Liste: Ich putze, also bin ich

Jusos: Reichhaltiges und ausgewogenes Essensangebot – Kulturelle Veranstaltungen – Lebendiger Campus mit Streetart – AStA, der auch Probleme außerhalb der Uni anpackt, wie Wohnraummangel

Campus:Grün: Nachhaltige HoPo – Nehmen grüne Politik als einzige Liste wirklich ernst – keine Tierversuche – Vernünftige und ökologische Universität – AStA nicht kaputt sparen, dafür lebendige Studieredenschaft.

 

Wem das alles nun immer noch zu wachsweich war und nach der ultimativen Ladung Hochschulpolitik giert, der sollte zum Ende und als letzte Hilfe für die Wahl zur Urne einen Blick auf den Steckbrief werfen, wo wir die Listen an ihren Wahlständen besucht haben und mit einigen überaus stichfesten Fragen traktiert haben. Aber vielleicht erkundigt ihr euch auch selbst mal auf dem Campus? Gerade zur Mittagszeit sind die meisten Listen dort relativ vital. Zugegeben: Nicht alle Listen sind immer gleichzeitig mit ihren Ständen auf dem Unigelände vertreten, weswegen wir leider nicht alle befragen konnten. Sollten wir in den folgenden Tagen aber noch die Gelegenheit erhalten, so werden deren Steckbriefe hier auch posten.

 

Campus Grün:grün

Wieso sollte man euch wählen?
Weil wir für nachhaltige Hochschulpolitik stehen. Wir wollen Tierversuche einstellen und eine Transparenz schaffen, die es so noch nicht gibt. Wir wollen uns um die Raumproblematik des Schwulen- und LesBi-Referats kümmern. Und wir wollen die Müllsituation auf dem Campus verbessern.

Für uns bedeutet Hochschulpolitik…
… die Generierung der uns wichtigen Themen auf dem Campus und die Repräsentation unserer Liste.

Wir lieben Düsseldorf…
…weil es den Rhein mit jeder Menge Wiese und Strand gibt – anders als im urbanen Köln.

Wenn wir ein Fußballverein wären, dann wären wir:

Meike: „Ich komme aus Hannover, also Hannover 96! Die sind ja auch grün.“

 

Jusos:jusos

Wieso sollte man euch wählen?
Weil wir uns als einzige Liste die sozialen Aspekte des Studiums im Blick haben und auch bereits gezeigt haben, dass wir produktiv arbeiten.

Für uns bedeutet Hochschulpolitik…
… den Campus und die Lehre für Studierende zu verbessern.

Wir lieben Düsseldorf…
… weil die Stadt sehr schön ist, es aber für die Hochschulpolitik noch viel zu tun gibt!

Wenn wir ein Fußballverein wären, dann wären wir:
Borussia Dortmund. Ein Arbeiterverein mit Tradition und breiter Fan-Basis.
Kitty Hooligans:kittys

Wieso sollte man euch wählen?
Weil wir keine Partei im Hintergrund haben und dennoch eine Ideologie vertreten. Wir stehen für politische Aufklärung. So wollen wir weiterhin z.B. den CSD und das Festival Contre le Racisme auf dem Campus haben. Außerdem ein Antifa-Referat sowie ein Gender- und Queer-Referat, da es immer noch Studierende gibt, die hier nicht vertreten werden.

Für uns bedeutet Hochschulpolitik…
Mitwirkung der Studierenden und Studieren ohne Diskriminierung.

Wir lieben Düsseldorf…
Ich liebe meine Stadt, nein, ich hasse meine Stadt. Meine Stadt schreit Düsseldorf.“ (NMZS)

Wenn wir ein Fußballverein wären, dann wären wir:
Babelsberg 03, die Frauenmannschaft. Jung, engagiert und gerade auf dem Weg nach oben.

 

Die Linke:links

Wieso sollte man euch wählen?
Weil wir neu, jung und engagiert sind. Unsere Gruppe ist breit gefächert, die Mitglieder kommen aus verschiedensten Fakultäten. Wir sind die glaubwürdigste linke Liste an der Hochschule und alle in der Linksjugend aktiv. Wir bieten Arbeit und Veranstaltungen, die jede Hochschule braucht.

Für uns bedeutet Hochschulpolitik…
… nichts, was man sich bloß in den Lebenslauf schreibt und etwas, das hier an der Uni sehr unterschätzt wird. Vor allem aber ist sie dringend notwendig!

Wir lieben Düsseldorf…
… weil es für uns hier noch viel zu tun gibt!

Wenn wir ein Fußballverein wären, dann wären wir:
St. Pauli. Ein linksgerichteter Arbeiterverein, wo die Leute von unten kommen.

 

LHG:lhg

Wieso sollte man euch wählen?
Wir setzen uns für einen dauerhaften Erhalt des Semestertickets ein, denn ohne Ticket ist für die meisten kein Studium mehr erschwinglich. Der letzte AStA hat den Erhalt des Tickets dramatisch riskiert. Das darf nicht mehr vorkommen – deshalb wollen wir Dich für den AStA. Konstruktive Arbeit statt Grabenkämpfe!

Für uns bedeutet Hochschulpolitik…
Dienstleistung für Studierende.

Wir lieben Düsseldorf…
…weil Düsseldorf die schönste Stadt am Rhein ist und viele Facetten zu bieten hat, von der Kö bis zum leckeren Altbier.

Wenn wir ein Fußballverein wären, dann wären wir:
FC Bayern München. Die sind erfolgreich, wissen, wie man wirtschaftet und bereiten ihren Anhängern viel Freude.

 

RCDS:

rcds

Wieso sollte man euch wählen?
Weil wir definitv jemanden haben, den wir ins Präsidium und den AStA schicken wollen. Wir wollen wirklich Verantwortung übernehmen – was für andere Listen nicht immer so galt. Listen, die vorher auf sich aufmerksam machen, aber dann eigentlich gar nicht in den AStA wollen, blockieren die Formierung eines funktionierenden AStAs und der guten Arbeit dort.

Für uns bedeutet Hochschulpolitik…
… sich mit innovative Ideen pragmatisch für Studierende der Universität einzusetzen.

Wir lieben Düsseldorf…
… weil wir eine wunderschöne Campus Uni haben, eine coole Altstadt mit gutem Altbier und man schöne Erholungsorte am Rhein finden kann.

Wenn wir ein Fußballverein wären, dann wären wir:
… eine Düsseldorfer Hobby-Mannschaft, bei der Sport und Spaß gleichwertig sind.

 

Wir hoffen, dass ihr einen kleinen, ungezwungenen Einblick in das Wünschen und Wollen der Listen auf unseren Campus erhalten habt. Für alle weiteren Infos schaut einfach in die Juniausgabe der Campus Delicti, wo es eine große Reihe über die SP-Wahl gab oder erkundigt euch direkt bei den Listen. Im letzten Jahr gab es eine Wahlbeteiligung von 7,22%. Es sollte nicht schwer sein, dass zu toppen.