Nachhaltiger Brunch – Warum?

Vegetarische Frickos Bild: Justus Otremba

Justus Otremba hat hat als AStA-Referent für Umwelt und Nachhaltigkeit den „veganen Brunch“ an der HHU wiederbelebt. Als „Nachhaltiger Brunch“ findet er immer Mittwochs, von 11 bis 14 Uhr im SP-Saal statt und heißt alle Hungrigen herzlich willkommen.

von Justus Otremba

Sicher habt ihr schon vom „nachhaltigen Brunch“ gehört, der nun jeden Mittwoch von 11-14 Uhr im SP-Saal stattfindet. Nun fragt ihr euch vielleicht was das soll. Ist der AStA jetzt die neue Mensa? Haben die nichts anderes zu tun als Frühstück anzubieten? Worum geht es beim nachhaltigen Brunch eigentlich?

Wir haben den „nachhaltigen Brunch“, der früher als „veganer Brunch“ bekannt war, wieder reaktiviert um Studierenden zu zeigen, wie sie sich nachhaltiger ernähren können und ihnen eine Möglichkeit zu bieten, sich in einer lockeren Atmosphäre über Themen wie Umwelt und Nachhaltigkeit auszutauschen – oder um einfach bei gemütlicher Atmosphäre und leckerem Essen zu plauschen.

Im 21. Jahrhundert stellt sich aus verschiedensten Gründen die Frage, wie man sich selbst ernähren sollte. Zum einen wächst das Gesundheitsbewusstsein der Menschen immer mehr. Nicht erst seit bekannt wurde, dass Fleischkonsum krebserregend sein soll, versuchen viele aus gesundheitlichen Gründen auf Fleisch, Milchprodukte und Eier zu verzichten.

Dann gibt es wieder andere, die das Leid der Tiere mindern und sie nicht als eine Art Sklaven für den eigenen Konsum halten möchten.

Ein weiteres Problem ist die steigende Weltbevölkerung, denn angesichts der Tatsache, dass viele Millionen Menschen auf der Welt Hunger leiden, stellt sich die Frage, wie sinnvoll es ist pflanzliche Nahrung zum Mästen von Tieren anzubauen, anstatt sie an hungrige Menschen zu verteilen.

Andererseits werden auch eine Menge Lebensmittel jeden Tag von Supermärkten, Bäckern, Restaurants aber auch privaten Haushalten in den Müll geworfen, die eigentlich noch ohne jegliches Risiko verzehrt werden könnten.

Als wenn das nicht schon genug Probleme wären kommt, last but not least, der Klimawandel ins Spiel. Wer Fleisch und Milchprodukte in Massen konsumiert, muss sich bewusst sein, dass sie oder er damit einen erheblichen Anteil am Voranschreiten der Erderwärmung und damit einhergehenden Phänomenen wie dem Anstieg des Meeresspiegels hat.

Wer sich an einem Wintertag wie heute die Obst- und Gemüseabteilungen der Supermärkte oder die Bilder unter dem Hashtag #foodporn bei Instagram anschaut, der wird eine Menge Dinge sehen, die ganz sicher nicht zu dieser Jahreszeit in Deutschland und oft auch nicht in Europa wachsen. Erdbeeren im November? Seid euch bewusst, dass hierfür viel CO2 freigesetzt wird um diese Dinge auch im Winter in beheizten Treibhäusern anzubauen und sie nach Deutschland zu transportieren.

Das sind nur einige Gründe, warum es zumindest einen Sinn ergibt, sich damit auseinander zu setzen, was man jeden Tag isst und genau hier will das Referat für Umwelt und Nachhaltigkeit ansetzen und euch mit Ideen und versorgen, wie ihr euch nachhaltig ernähren könnt. Dies tun wir in Form von veganem Essen, das trotzdem gut schmeckt und mit den dazugehörigen Rezepten, damit ihr auch zu Hause nachhaltig kochen könnt.

Wir würden uns also sehr freuen, wenn ihr mal beim nachhaltigen Brunch vorbeischaut und euch dann vielleicht hier mit Rezepten versorgt. Denn egal ob Veganer oder nicht, es schadet niemandem ein bisschen weniger Fleisch zu essen.

 

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