„Netz met Häzz“ und andere Sorgen

Bei der Vollversammlung der Studierendenschaft ging es um die Arbeit des AStA Vorstands, Einsparungen in der Lehre und Flüchtlinge an der HHU. Als Gast wurde Helmuth Höhn begrüßt, der als Vertreter der Rheinbahn über das neue Streckennetz gesprochen hat.

Von Sandra Wahle

Der AStA und seine Arbeit
In seinem Bemühen, das studentische Leben auf dem Campus so attraktiv wie möglich zu gestalten und den Studierenden zur Seite zu stehen, informierte der AStA über einige anstehende Termine und Projekte. Das Kulturreferat sorgt für Unterhaltung am Dienstagabend: in der Tuesday Night Lounge finden wöchentlich verschiedene Aktionen wie Karaoke, Jam-Sessions oder Konsolenabende statt. Für das nächste Jahr ist der Christopher Street Day auf dem Campus am 11.05. fest eingeplant, der Termin für das Sommerkult-Festival und den Tag der Studierendenschaft wird noch bekanntgegeben. Im Sozialreferat wird es auch weiterhin verschiedene Beratungsangebote wie die (Miet-)Rechtsberatung sowie Konflikt-und Steuerberatung geben. Beim Nachhaltigen Brunch, der jeden Mittwoch von 11-14 Uhr im SP-Saal stattfindet (und jetzt in die Winterpause geht, nächster Termin ist im Januar), könnt ihr euch vegane Kleinigkeiten schmecken lassen. Am 16. Dezember findet der Heine-Weihnachtsmarkt vor der ULB statt.

Netz met Häzz (und so)
Am 21. Februar 2016 geht das neue Liniennetz der Rheinbahn an den Start. Entweder man liebt oder hasst es (Marc-Uwe Kling Fans werden ergänzen: „Oder man findet’s mittelmäßig“). Während viele Innenstadt-Bewohner die Umstellung kritisieren, bejubeln die Einwohner der äußeren Stadtteile die guten Anbindungen an die Innenstadt. Helmuth Höhn machte von Anfang an deutlich, dass es sich um ein gesamtstädtisches Konzept handelt: „Viele sehen nur die eigene Perspektive und den Fokus auf dem eigenen Stadtgebiet, das ist vielleicht logisch, aber zu klein gedacht“. Das Herzstück des neuen Liniennetzplans ist der Wehrhahntunnel, der es ermöglicht, dem Verkehrschaos an manchen Knotenpunkten der Düsseldorfer Innenstadt (z.B. Bereich Graf Adolf Platz/Kirchplatz/Bilk S) durch die unterirdische Führung der Bahnen ein Ende zu setzen. So zumindest der Plan. Während ein kleiner Teil der U- und Straßenbahnen nur einen neuen „Anstrich“ bekommt, ändert sich für den Großteil der Linien der komplette Netzplan. Das hat auch Auswirkungen auf die Anbindungen an die Universität.

Die HHU und das Leiden der Lehre
Michael Swoboda berichtete anschließend über … es lässt sich kaum besser ausdrücken: „Die HHU und das Leiden der Lehre“. Für viele sicher nicht neu: die Anwesenheitspflicht ist weggefallen. Das gilt jedoch weiterhin nicht für Seminare, in denen das Fehlen nicht durch das Lernen zu Hause kompensiert werden kann (z.B. bei Übungen oder Exkursionen). So weit, so gut. Der AStA-Vorstand kritisierte weiterhin, dass die Wartezeiten bei Zeugnissen deutlich zu lang sind. Durch personelle Lücken in der Verwaltung kann es zwischen sechs und zwölf Monate dauern, bis man das Zeugnis in der Hand halten kann. Durch einen „Modernisierungsprozess“, derer sich die Verwaltung unterziehen muss, sollen die Wartezeiten verkürzt werden. Der AStA-Vorstand begleitet das Vorhaben kritisch. Schlimmer steht es nur noch um die Finanzen der HHU: das Streichen finanzieller Zuwendungen durch die Landesregierung macht den Fakultäten schwer zu schaffen. Besonders hart trifft es die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, dort werden aller Voraussicht nach zwei Lehrstellen gestrichen. An der Philosophischen Fakultät soll sogar ein ganzer Studiengang auslaufen. Für den AStA-Vorstand sterht fest: Es wird an den falschen Stellen gespart. Das Team um den Vorsitzenden David Klatt hat die Sparpläne des Rektorats im Auge und sucht den kritischen Dialog mit des Landespolitik, denn die Lehre soll unter dem Sparkurs keinesfalls leiden. Bei generellen Problemen, wie Ärger mit dem Prüfungsamt oder schlechten Erfahrungen, die man im Zusammenhang mit einem Studiengang gemacht habt, kann man sich jederzeit an lehre@asta.hhu.de wenden.

Flüchtlinge an der HHU
David Klatt berichtete anschließend relativ knapp über die Flüchtlingssituation an der HHU: „Am heutigen Tag beträgt die Bewohnerzahl in den Sporthallen genau Null“, so der AStA-Vorsitzende – jedoch mit dem deutlichen Hinweis versehen, dass ein Engagement im Rahmen der Flüchtlingshilfe natürlich gerne auch weiterhin möglich ist. Auf der Internetseite des AStA (www.asta.hhu.de) findet man Kontaktdaten zu den Ansprechpartnern und –partnerinnen der Arbeitskreise. Die Sporthallen werden ab dem 4. Januar 2016 wieder für den Hochschulsport zu haben sein.

Das neue Liniennetz der Rheinbahn, sowie die Einsparungen in der Lehre werden Thema des Campus Delicti im Jnauar sein!

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