Auf den Spuren Otto Pankoks – Spazierengehen mit dem Zakk

Für den Maler, Grafiker und Bildhauer Otto Pankok war seine Kunst „Stellungnahme im Kampf gegen alles das, was das Leben gemein, sinnlos und eng macht“. Auf den Spuren dieser Kunst und den Leideswegen einiger ihrer Hauptdarsteller, den Sinti und Roma Düsseldorfs in den 30er und 40er Jahren, kann man an diesem Samstag den 13. März einen Spaziergang wagen.

Im Rahmen einer Vernastaltung des zakk, mit freundlicher Unterstützung des Landesjugendamt Rheinland / LVR, führt Kunstpädagogin Sophie Voets-Hahne die Teilnehmer durch Lierenfeld und bringt Teilnehmern Werk und Wirkung Pankoks näher. Der Spaziergang vom Höherweg, dem früheren „Zigeunerlager“, über den Nachbarschaftspark Schlesische Straße bis hin in die Otto-Pankok-Straße zeigt die Wirkungsstätten Otto Pankoks bzw. den Lebens- und Leidensweg seiner Protagonisten. Das Motto, ganz stadtverbunden:

„WIR FÜHLTEN UNS WIE DYNAMIT UND WOLLTEN GANZ DÜSSELDORF IN DIE LUFT SPRENGEN.“

Dazu die Veranstalter:

„In dieser Aussage des Künstlers Otto Pankok von 1920 wird deutlich, dass er nach dem Inferno des ersten Weltkrieges in seiner Kunst die brutale Wirklichkeit zeigen wollte. Anfang der 30er Jahre begann Pankok dann bekanntermaßen die Düsseldorfer Sinti zu zeichnen.
Zeitgleich entstand und wuchs in den 20er Jahren der Düsseldorfer Stadtteil Lierenfeld, der sich innerhalb weniger Jahre von einem grünen dörflichen Idyll in einen wichtigen Industriestandort wandelte – unter anderem mit einer seinerzeit sehr progressiven Bebauung für Arbeiter. Während des Faschismus kam dann der Niedergang: Arisierung, Verfolgung, Verhaftungen, Deportation und Zigeunerlager. Infolge von Krieg und Faschismus folgten Armut und schwere Jahre für viele Menschen.
Ausgehend von Pankoks Credo „Den Menschen sichtbar machen“ begeben wir uns am kommenden Samstag auf die Spuren dieses geschichtsträchtigen Ortes und klären, was das eine – Pankoks Kunst – mit dem anderen – nämlich der Entwicklung Lierenfelds – zu tun hat. Der Rundgang führt von der Automeile am Höherweg bis zum Nachbarschaftspark Schlesische Straße.“

Anmeldungen sind möglich unter: kunstvermittlung@t-online.de / 0171-6866575. Die Veranstaltung ist kostenlos.

Treffpunkt ist um 14 Uhr die Haltestelle Höherweg (Bus 738 /734). Bei schlechtem Wetter im zakk, Fichtenstraße 40.

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